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Posts Tagged ‘Rezension’

Liebe Leserinnen und Leser,

Diese reizvolle Familienstory erzählt die Geschichte zweier amerikanischer Familien von ca. 1960 bis heute, deren Schicksal durch das Geschehen bei einer Tauffeier miteinander verknüpft wird und sich immer mehr zur spannenden Studie entwickelt.

 

Wäre Bert Cousins nicht uneingeladen auf der Taufe von Franny Keating erschienen, all das wäre nicht passiert. Aber noch bevor der Abend hereinbricht, haben er und Frannys Mutter sich geküsst und damit das Ende ihrer jeweiligen Ehe eingeläutet – und beide Familien für immer miteinander verbunden. Die Keating- und Cousinskinder werden zukünftig die Sommer gemeinsam in Virginia verbringen. Sie schmieden über die Jahre ein dauerhaftes Bündnis, sowohl aus Enttäuschung über die eigenen Eltern, als auch aus echter, stetig wachsender Zuneigung. Bis es zwanzig Jahre danach ein neues Familiendrama gibt: „Täufling“ Franny hat eine Affäre mit einem berühmten Schriftsteller. Sie erzählt ihm die Keating-Cousins-Story, und plötzlich wird ihrer aller Kindheit die Grundlage für einen unglaublich erfolgreichen Roman. Die unerwünschte Öffentlichkeit zwingt die Geschwister, sich ganz neu mit ihren Verlusten, ihren Schuldgefühlen und ihrer Loyalität auseinanderzusetzen.

Dieser neue Roman und noch viele andere warten für Sie in der Stadtbibliothek Euskirchen – als Ferienlektüre, aber genauso für die Leserinnen und Leser, die zu Hause bleiben!

Viele Grüße

Ursula Hensel

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Liebe Leserinnen und Leser,

bei unserem letzten Game-Day haben wir Horizon Zero Dawn getestet!

 

 Darum geht es:

Horizon Zero Dawn ist ein Action-Rollenspiel für Kinder ab 12 Jahren. Es ist ein Open-World-Spiel, das im Einzelspielermodus spielbar ist. Die Handlung spielt in der Zukunft, in einer Zeit, in der die Erde von Maschinenwesen bevölkert wird. Diese ähneln urzeitlicher Dinosauriern. Die wenigen Menschen, die noch auf der Erde leben, haben sich zu Stämmen zusammengeschlossen.

Die Hauptfigur ist die junge Aloy, die jedoch aufgrund ihrer unbekannten Herkunft von Stamm ausgestoßen wird. Als ihr Begleiter und Lehrer steht ihr Rost zur Seite, der ihr das Kämpfen beibringt. Zu Beginn des Spiels fällt Aloy in eine Höhle, in der sie ein sonderbares Gerät findet. Dieses hat einen sogenannten Focus Scan und zeigt Informationen über ihre Feinde und über Ressourcen an. Im ersten Tutorial ist Aloy noch ein Kind, danach spielt man sie als Erwachsene.

Aufgabe ist es, gegen die Maschinenwesen zu kämpfen und Ressourcen zu sammeln. Außerdem sucht man nach Antworten über Aloys Herkunft. Dabei muss man viele Entscheidungen selber treffen und immer anspruchsvollerer Aufgaben lösen.

Steuerung:

Für alle, die es gewohnt sind mit Controllern zu spielen, ist die Steuerung schnell anzueignen. Für Leute, die eher PC-Spiele gewohnt sind, ist die Kameraführung jedoch ungewohnt und manchmal schwierig. Da auf dem Bildschirm alle Tastenkombinationen angezeigt werden und auch die Richtung, in die man gehen muss, um eine Aufgabe fertigzustellen, ist es dennoch einfach, das Spiel zu verfolgen. Schwieriger ist das Kämpfen gegen größere Maschinen und vor allem das Zielen mit dem Bogen.

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Grafik und Design:

Die offene Spielwelt ist umfangreich, voller Details und vermischt steinzeitliche mit modernen Elementen. Eine Besonderheit des Spiels ist, dass sich das Wetter und die Tageszeit stets verändern. Außerdem erkundet man verschiedene Landschaften, wie dichte Wälder und steile Gebirge. Durch den wechselnden Lichteinfall ist die Stimmung oft düster und geheimnisvoll.

Charaktergestaltung:

Die Figurengestaltung von Aloy und den Stammesmitgliedern passt gut zum Spiel, genauso wie der Sound. Aloy ist eine sympathische Heldin, mit der man mitfiebert, lediglich ihre Stimme wurde von uns als nervig empfunden.

Unser Fazit:

Insgesamt stieß das Spiel bei uns auf geteilte Meinungen. Die Story ist spannend und die Grafik ist gut, auch wenn sie (laut unseren Testern) nicht mit Spielen wie Skyrim mithalten kann. Es macht Spaß, dass man viele Entscheidungen selber treffen kann und dass die Aufgaben zunehmend anspruchsvoller werden. Außerdem ist es hilfreich, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt, sodass auch Anfänger leicht ins Spiel finden und erfahrene Spieler sich nicht langweilen. Das Kampfsystem finden wir jedoch nicht so gut, weil einige Aktionen, wie das Bogenschießen, schwierig zu steuern sind.

Die Altersfreigabe ab 12 Jahren finden wir passend gewählt, da es zwar einige Kampfelemente gibt, die aber nicht zu brutal dargestellt werden. Wir empfehlen Horizon Zero Dawn an alle weiter, die Action-Adventure mit Rollenspielelementen mögen.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Game-Day Team

 

 

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

beim Stöbern im Neuerwerbungsregal fiel mein Blick auf ein Buch mit dem Titel „What’s App, Mama? – warum wir Teenies den ganzen Tag online sind und warum das okay ist“…ooh dachte ich, das würde mich auch mal interessieren!!! Obwohl mein Kind noch kein Teenie ist, steht uns diese Zeit und auch das Thema in naher Zukunft noch bevor. Wie mir geht es wahrscheinlich vielen Eltern von heranwachsenden Kindern.

Campe, Robert:

What’s App, Mama?: Warum wir Teenies den ganzen Tag online sind – und warum das okay ist! / Robert Campe. – 1 : Eden Books, 2017. – 224 S.

ISBN 978-3-95910-109-7 : 14,95 €

Geschrieben hat das Buch Robert Campe, ein ganz normaler 16-jähriger, wie er sich selbst nennt aus Hamburg. Er gewährt uns einen Blick in die normale Welt der Online-Medien. Im netten locker -flockigen Ton werden alle Social Media Themen angesprochen die bei Jugendlichen angesagt sind oder welche eben nicht. Angefangen von den Diensten wie Whats App, Instagram, über Snapchat bis hin zu You Tube und Ihren „Stars“ .

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, mein Verständnis für den unentbehrliche Einsatz von Smartphones im Leben eines Teenies, bekommt auf jeden Fall mehr Verständnis. Natürlich nicht immer 😉

Allen die wissen wollen was Ihre Kinder alles mit Ihrem Smartphone anstellen, kann ich das Buch nur empfehlen. Ich selbst war schon ein bisschen Stolz, das mir nicht alle Themen fremd waren.

Natürlich bei uns zu entleihen.

Eure

Michaela Hürtgen

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Girl on the Train“ von Paula Hawkins ist ein Weltbesteller der Superlative. Der Roman hat sich teilweise 20.000 mal in der Sekunde verkauft und der Autorin enormen Reichtum beschert.

Dieses Jahr ist der Film zum Buch auf Blu-Ray und DVD erschienen. Ich habe mir natürlich für euch beides zu Gemüte geführt.

Girl on the TrainDu kennst sie nicht aber sie kennt dich von Paula Hawkins

Bild blanvalet

https://www.randomhouse.de/Paperback/Girl-on-the-Train-Du-kennst-sie-nicht,-aber-sie-kennt-dich./Paula-Hawkins/Blanvalet-Hardcover/e455632.rhd

Darum geht’s:

Rachel ist gefangen in ihrer eigenen inneren Hölle. Ein unerfüllter Kinderwunsch und die Scheidung von ihrem Mann haben ein Loch in ihr hinterlassen. Ein Loch das sie versucht mit Alkohol zu füllen.

Sie nimmt täglichen den Zug zur Arbeit und fährt dabei an gepflegten Reihenhäusern vorbei. Sie beginnt zu Träumen. Sie stellt sich das perfekte Paar vor. Sie haben alles was sie nicht hat und wahrscheinlich nie wieder besitzen wird.

Doch plötzlich beobachtet Rachel etwas unerwartetes…

Mein Fazit:

Spannend! Buch und Film sind gleichermaßen spannend. Die Hauptprotagonistin Rachel verstrickt sich immer mehr in eine Geschichte mit der sie eigentlich gar nichts zutun hat und kommt aus dem Gebilde irgendwann nicht mehr raus. Sie will es auch gar nicht.

„Emily Blunt macht sich gut als hoffnungslose Alkoholikerin.“

Im Film wurde Rachel von Schauspielerin Emily Blunt hervorragend umgesetzt. Ihre Fantastereien und ihr Alkoholproblem habe ich ihr sofort abgekauft. Auch die anderen Hauptcharaktere machen einen guten Job.

Außer die Darstellerin der „Megan“. Diesen Charakter hatte ich mir beim Lesen etwas süffisanter vorgestellt. Aber ein Buch lässt natürlich mehr Spielraum für Interpretationen.

Allerdings verlor der Film  für mich enorm an Reiz, da ich aus dem Buch ja bereits das Ende kannte. Und die ganze Geschichte gipfelt in einem überraschendem Ende.

Für „Nicht-Buch-Kenner“ ist es auch schwer die Zeitsprünge in dem Film nachzuvollziehen. Denn man erhält seine ganzen Informationen über Rachel, Tom und Co. in Rückblenden. Hierbei muss man aufpassen wohin zurückgeblendet wird. Vor 3 Jahren? Oder letzten Freitag?

Alles im allem sind Buch und Film gleichermaßen empfehlenswert.

Ich würde mir den Film kein zweites Mal ansehen.

Ich würde auch das Buch nicht noch Mal lesen.

Ich bereue aber trotzdem nicht beides getan zu haben. 😉

Wer sich selbst überzeugen will kann sich Buch und Film bei uns ausleihen.

Viele Grüße

Annika Freitag

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Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen im Abgrund der menschlichen Seele.

Darum geht’s:

Wir sind in Hamburg an der Reeperbahn. „Der goldene Handschuh“ ist geöffnet. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.

Hier treffen wir die Gefallenen der Gesellschaft. Alkoholiker, die Tage und Wochen im „Handschuh“ verbringen. Wir treffen hier auch Fritz Honka.

Seines Zeichens Frauenmörder.

Er sucht sich immer die aus, denen es noch schlechter geht als ihm selbst. Frauen ohne Obdach, ohne etwas zu essen und am schlimmsten ohne genügend Korn. Er lernt die deutlich älteren Frauen im „Handschuh“ kennen, spendiert ein paar Fako (Fanta-Korn), und sie gehen nach Hause. Er genießt die Macht über sie. Will sie gefügig machen und seinem Willen unterwerfen. Gleichzeitig sehnt sich Fritz so herzzerreißend nach Normalität. Einem Haus, einem geregelten Job, und einer Frau die er lieben kann.

978-3-498-06436-5

Bild Rowohlt Verl.

https://www.rowohlt.de/hardcover/heinz-strunk-der-goldene-handschuh.html

Mein Fazit:

Nichts für schwache Nerven.

Zartbesaitete Leser sollten dieses Buch meiden. Heinz Strunk versteht sich extrem darauf, die Szenerie brutal realistisch darzustellen. Die Hoffnungslosigkeit und der Teufelskreis, in dem sich Honka und die anderen Akteure befinden, nimmt einen mit und lässt einen nicht mehr los.

Dieses Buch ist nicht blutrünstig, obwohl es um Mord geht. Dafür stinkt es bis zum Himmel nach Verwesung und Pisse.

Mit derber Sprache nähert sich Strunk geschickt dem Milieu an, in dem wir uns befinden. Man hat das Gefühl, in eine andere Welt abzutauchen, die man eigentlich nie kennen lernen wollte.

Dieses Buch ist super, aber mit Vorsicht zu genießen.

Und ja, wir haben es für euch im Bestand.

Viele Grüße

Annika Freitag

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Lieber Leserinnen und Leser,

beim Buch des Monats April 2017 wird es spannend:

Ein kalter Ort zum Sterben von Ian Rankin

Goldmann Verl.

https://www.randomhouse.de/Buch/Ein-kalter-Ort-zum-Sterben/Ian-Rankin/Goldmann/e515192.rhd

Rankin, Ian:

Ein kalter Ort zum Sterben : Kriminalroman. – 1. Auflage. – München : Goldmann, [2017]. – 474 Seiten

# Krimi

Ian Rankin ist ein schottischer Schriftsteller und Krimi-Autor, er gilt als der führende Krimiautor Großbritanniens. Der internationale Durchbruch gelang Rankin mit seinem melancholischen Serienhelden Detective Inspector John Rebus, der mit viel Lokalkolorit in Edinburgh ermittelt. Rankin war erst 24 Jahre alt, als er Rebus erschuf, und ließ ihn gleich Ende des Buches sterben. Das änderte er aber wieder, und schrieb weiter. Mit „Ein Rest von Schuld” schickte er seinen Ermittler nach 17 Fällen in den Ruhestand, und ließ Inspector Malcolm Fox die Bühne betreten. Mit „Mädchengrab“ kehrte Rebus jedoch wieder zurück, inzwischen liegt der 21. Band der Reihe vor.

Bei einem romantischen Dinner im Caledonian Hotel erinnert sich Rebus an einen Mord, der fast vierzig Jahre zuvor dort stattgefunden hat: Eine junge lebenslustige Bankiersgattin wollte in dem Luxushotel einen Liebhaber empfangen – am nächsten Morgen wurde sie tot aufgefunden. Die Verdächtigen kamen aus den besten Kreisen, der Täter wurde nie gefasst. Ein Skandal, der Rebus auch im Ruhestand nicht loslässt.

Während er sich in den alten Akten vergräbt, gerät das kriminelle Machtgefüge in Edinburgh gefährlich ins Wanken: Darryl Christie, einer der Hauptakteure, wird überfallen und halb totgeschlagen; eine Ermittlung wegen Geldwäsche bringt ihn zusätzlich in Bedrängnis. Es sieht so aus, als würde Ex-Gangsterboss Big „Ger“ Cafferty im Hintergrund die Fäden ziehen.

Eine Entwicklung, die Rebus gar nicht recht sein kann. Zumal die erste Leiche im tödlichen Revierkampf von Schottlands Unterwelt nicht lange auf sich warten lässt …

Zum 30-jährigen Jubiläum seiner John Rebus-Romane war Ian Rankin am 15. März 2017 auf der lit.Cologne zu Gast.

Die Stadtbibliothek hat nicht nur seinen neuen Krimi, sondern auch eine Anzahl der anderen Bände im Bestand, auch auf Englisch und als Hörbuch.

Viele Grüße

Ursula Hensel

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

Buch oder Film – wer hat sich nicht schon einmal diese Frage gestellt?

Die meisten Leser sind vom Film enttäuscht, weil die Vorlage für das Drehbuch gekürzt werden muss, dadurch ganze Handlungsstränge und diverse Personen wegfallen, und die Protagonisten stellt man sich als Leser sowieso ganz anders vor, als die beim Casting ausgesuchten Schauspieler sind!

Eine Ausnahme für mich sind der Weltbestseller von Nicholas Evans „Der Pferdeflüsterer“ und der gleichnamige Film von 1998 mit Robert Redford, der auch Regie geführt hat.

Die dreizehnjährige Grace MacLean verunglückt mit ihrem Pferd Pilgrim schwer, sie verliert ihren rechten Unterschenkel. Das Pferd erleidet keine physischen bleibenden Schäden, ist aber seelisch so traumatisiert, dass es keinen Menschen mehr an sich heranlässt. Grace’ Mutter Annie, eine erfolgreiche Zeitschriftenredakteurin, weigert sich, Pilgrim aufzugeben. Sie erfährt von dem Pferdeflüsterer Tom Booker in Montana und macht sich mit Grace und Pilgrim auf den Weg quer über den Kontinent zu seiner Ranch. Nach und nach fasst Pilgrim Vertrauen zu Booker. Dabei bemerkt dieser bald, dass er nicht nur Pilgrim behandeln, sondern auch Grace aus ihrer Depression und ihrem pubertären Schneckenhaus herausholen muss. Ihre Mutter verliebt sich schließlich in Tom. Die Psyche von Pferd und Mädchen wird geheilt, zu einem Happy-End von Annie und Tom kommt es nicht.

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Voranstellen muss ich, dass es für mich als Pferdefrau die ganze Geschichte nicht gegeben hätte, da ich das arme an Leib und Seele verletzte Pferd schon bald nach dem Unfall hätte von seinen Qualen erlösen lassen und ihm nicht noch weiteres Leiden in einer ungewissen Zukunft zugemutet hätte. Auch die Methoden des Pferdeflüsterers kann ich nach unserer Vorstellung von Tierschutz nicht durchgehend gutheißen. Aber: es ist ja nur ein Film!

Auch wenn Millionen von begeisterten Lesern mich hassen werden, das Buch war für mich ein anspruchslos geschriebener Schmachtfetzen, Handlung, Beschreibungen und Charakterisierung der Protagonisten viel zu breitgetreten, nah am Kitsch, und der Schluss total melodramatisch und unrealistisch. Ach ja, das war noch gar nicht der Schluss, danach ging es noch weiter, es wurde langatmig beschrieben, wie die übrig gebliebenen Personen weiterleben, bla bla bla… Das brauchte keiner, jegliche Phantasie des Lesers wurde wie schon vorher im Roman bereits im Ansatz erstickt.

Der Film – weniger ist mehr!

Die Handlung gestrafft, die ganzen langatmigen Beschreibungen fallen weg, die Bilder sprechen für sich, wecken viel eher Emotionen und zeigen Tiefe, als das Buch es kann. Der Weg führt Mutter und Tochter mit Pferdehänger von der eng besiedelten Ostküste mit mehrspurigen, eng von Industrie gesäumten und stark befahrenden Freeways in den immer dünner besiedelten Westen mit der immer weiter und offener werdenden  Landschaft – am Ende stehen die beiden an einer Kreuzung unbefestigter Straßen im Nirgendwo. „Road Movie“ par excellence, man braucht keine Beschreibungen, was Osten und Westen der USA unterscheidet. Redford als maulfauler, rauher, aber sensibler Westerner lässt die ständig redende Businessfrau auflaufen, bis diese den so ganz anderen Lebensrhythmus des Westens erkennt. Höhepunkt des Films ist für mich die Szene auf einem Cowboyfest, wo Tom und Annie mitten zwischen den anderen Gästen tanzen. Mehr passiert nicht, trotzdem ist diese Szene durch die zurückhaltende Kunst der Schauspieler hocherotisch. Im Buch wird literarisch recht ungeschickt beschrieben, wie die beiden miteinander schlafen, und dann nochmal, und so weiter… Der Schluss des Films ist undramatisch und realistisch.

Das Lexikon des internationalen Films zieht folgendes Fazit : „Ein Film von großer Bildschönheit und mit ausgezeichneten Darstellern, der in seiner filmischen Sympathieerklärung für eine literarische Soap Opera letztlich aber in gutgemeinten Ansätzen steckenbleibt.“ Ich finde aber, das reicht für einen angenehmen Filmabend, und vor allem regt der Film durch seine Bilder die Phantasie des Betrachters an, also: go west!

Ihre Ursula Hensel

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