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Posts Tagged ‘Praktikum’

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Tamara Klütsch, ich bin 23 Jahre alt und arbeite jetzt schon seit zwei Wochen als Praktikantin in der Stadtbibliothek Euskirchen.

Wenn ich gerade nicht als Praktikantin tätig bin oder meiner Leidenschaft die Welt zu bereisen nachgehe, studiere ich im letzten Semester an der Universität zu Köln und zwar einen 2-Fach-Bachelor in den Fächern Geschichte und Englisch. Und nein, ich studiere nicht einen Lehramtsbachelor wie viele von Ihnen vielleicht erwarten würden, sondern einen akademischen.

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© Tamara Klütsch in Australien

 

Das bedeutet, dass ich später nicht in einer Schule tätig sein werde. Die Frage die ich so ziemlich am häufigsten gestellt bekomme ist deshalb: was genau kann man dann mit Geschichte und Englisch anfangen, wenn man später nicht unterrichtet? Tja, da ist man nicht wirklich eingeschränkt… Mal abgesehen von den „klassichen“ Bereichen wie Arbeiten in einem Museum oder Archiv, kann man zum Beispiel auch weiter an der Uni tätig sein (mal vorausgesetzt man schafft es auch erfolgreich seinen Master abzuschließen) oder aber in Bereichen wie Tourismus oder Journalismus sein Glück versuchen.  Ich weiß noch nicht genau wo es mich später einmal hin verschlägt, doch zunächst strebe ich noch meinen Master an der Uni Köln an.

Die Frage danach warum ich mein Praktikum ausgerechnet in der Stadtbibliothek absolviere ist leicht zu beantworten: Ich liebe Bücher und lese schon seit ich klein bin liebend gern und habe selbst auch schon (eher weniger erfolgreich) kleinere Geschichten geschrieben. Eine meiner persönlichen Lieblingsbuchreihen, neben (natürlich!) Harry Potter, sind die Bücher von Rick Riordan über seinen Halbgott-Helden Percy Jackson. Hier liebe ich besonders Riordans Humor (der nicht zu kurz kommt) und auch der moderne Umgang mit antiker griechischer Mythologie ist einfach klasse.

In den zwei Wochen die ich nun schon hier bin, habe ich vieles bereits gelernt und durfte auch bei einigen Abläufen mithelfen.

Am meisten gefallen hat mir die Aufgabe, eine Bücherkiste zu den Themen Detektiv- und Gruselgeschichten für die zweite Klasse einer Grundschule hier in Euskirchen zusammenzustellen. Aber auch die Bücher mit Etiketten zu bekleben hat mir Spaß gemacht, da man hier mal etwas praktischer tätig ist. Für den Rest meines Praktikums erwarte ich, dass ich vielleicht noch mehr über die Anschaffung von neuen Büchern erfahre und vielleicht noch mehr bei den täglichen Abläufen hier in der Stadtbibliothek mithelfen kann.

Abschließend kann ich nur jedem der Bücher liebt und wissen will was eigentlich so in einer Stadtbibliothek abläuft nur empfehlen, einmal ein Praktikum hier zu machen.

Liebe Grüße

Tamara

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Rachel_Buch und Stempel

Liebe Leserinnen und Leser,

nun sind die vier Wochen fast um. Morgen ist nicht nur das Finale der Sommerleseclubs, sondern auch der Tag, an dem ich mein weißes Ansteckschild „Praktikant/in“ wieder abgeben muss. Vier Wochen hinter den Kulissen. Mitarbeiter statt Kunde.

Ich könnte nun selbst mindestens eine Folge einer Sendung wie „Willi wills wissen“ füllen. Thema heute: Wie kommt, dass Buch ins Bibliotheksregal?

Das geht vom Blättern durch Literaturzeitschriften zur Auswahl, über die Kontrolle der Bestellung, zum Kampf mit den Luftbläschen beim Foliieren(eignet sich gut zum Aggressionsabbau) und der Erfassung im Katalog. Jeden Schritt habe ich selbst mitgemacht und das Buch schließlich auch mit einem Blick auf die neu aufgeklebte Signatur an seinen rechtmäßigen Platz bringen können.

Am meisten Spaß hatte ich aber am Kontakt mit den Kunden. Die sprudelnden und schwer zu unterbrechenden Erzählungen der Kinder, die doch beweisen wollten, dass sie das Buch für den SLC auch wirklich gelesen habe, haben mein bücherbegeistertes Herz erwärmt. Der SLC ist übrigens meiner Meinung nach eine super Sache, man hat deutlich erkennen können, wie viel Spaß es den Kindern macht ihre Logbücher zu füllen.

Es war auch ein tolles Gefühl einem Kunden weiterhelfen zu können, als er sich, so wie ich am ersten Tag, doch etwas in dem Labyrinth aus Buchregalen verirrt hatte und den Weg zum gesuchten Buch zu zeigen.

Zu tun gab es eigentlich immer etwas. Auch Sachen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte, wie Urkunden schreiben (nach der zwanzigsten Unterschrift habe ich beschlossen nie berühmt zu werden) oder Preislisten anfertigen. Insgesamt war es eine ziemlich vielfältige Zeit. Zeit, in der ich von Sortierkönigin über Wegweiser zu Bloggerin alles einmal gewesen bin. Besonders war dabei für mich, dass ich sehr viel selbstständig tun konnte und, auch wenn ich zugleich und zunächst eine Menge Input in Form von Erklärungen bekommen habe, so selbst fast alles eigenhändig erfahren durfte.

Mit einem Kopf vollgestopft mit Eindrücken und neuem Wissen werde ich mich morgen Abend verabschieden und alles auf der langen Zugrückfahrt noch einmal Revue passieren lassen. Wer weiß, vielleicht statte ich der Stadtbibliothek Euskirchen in der nächsten Zeit noch einmal einen Besuch ab. Ob als Kunde oder Studentin der Bibliothekswissenschaft, das wird sich zeigen.

Danke für eine lehrreiche und spannende Zeit

Rachel

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Liebe Leserinnen und Leser,

bestimmt sind Sie mit dem  „verstaubten“ Stereotyp der uns Bibliotheksmitarbeiterinnen und Bibliothekarinnen nachgesagt wird vertraut. Doch auch die Archivare und Archivarinnen leiden unter überholten Vorurteilen.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung fasste 2001 die typischen Eigenschaften eines Archivars grob zusammen:

„Archivare tragen schwarze Rollkragenpullis, haben keine grauen, sondern verstaubte Haare und im vorderen Bereich der Nase eine Kerbe, in die die Hornbrille beim Lesen hineinrutscht.

Archivare sind blass, denn sie arbeiten schweigend in muffigen

Kellern ohne Fenster und langweilig da sie außer archivieren keine Hobbies haben.“1

Bevor ich mein Praktikum im Stadtarchiv begann, muss ich gestehen, hatte auch ich ein solches Bild im Kopf.

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This Wikipedia and Wikimedia Commons image is from the user Chris 73 and is freely available at //commons.wikimedia.org/wiki/File:Litography_archive_of_the_Bayerisches_Vermessungsamt.jpg under the creative commons cc-by-sa 3.0 license.

Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Archive sind zwar meistens in den Kellergefilden von Kommunen und Kreisen angesiedelt, doch die Mitarbeiter sind nicht immer „Kellerkinder“ und „Magazinmaulwürfe“. Auch Archivare lachen, albern herum und ziehen sich modisch an. Obwohl das Archivieren oberste Priorität hat, stellen sich die Mitarbeiterinnen im Stadtarchiv der Herausforderung, Grundschulkindern im Rahmen des Projektes der „Kulturstrolche“ Kommunal- und Kreisgeschichte nahe zu bringen oder unterstützen Ahnenforscher bei ihren Recherchen. Nicht zu vergessen, archiviert das Stadtarchiv die Aktenbestände der Stadtverwaltung und ist stets auf dem Sprung, den lieben Kollegen eine bereits untergetauchte Akte zugänglich zu machen.

Es gibt Tage, an denen im Archiv ungewöhnliche Arbeit verrichtet wird. Hierzu gehört definitiv das Entfernen von  Metallteilen und  Büroklammern aus den Akten, im Fachjargon „enteisen“ genannt. Humor, eiserner Wille und etwas Schokolade lockern die Arbeitsatmosphäre auf.

Nach vier Wochen Archivluft schnuppern, die übrigens zwischen 13-16 °C kalt sein muss, bin ich bekehrt und sehe wieder eine hartgesottene Stereotype dahin scheiden.

Das Praktikum war lehrreich und außerordentlich interessant und hat mir gut gefallen, doch die Kälte im Archivmagazin ist für mich ein klares Manko.

Viele Grüße

Ihre Carmela Rizzuto

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Praktikumszeit unserer lieben Praktikantin Hannah neigt sich leider dem Ende zu. Ab Montag heißt es wieder Schulbank drücken. Fleißig, wie sie ist, hat sie noch schnell einen kurzen Erlebnisbericht und eine Bücherrezension für uns geschrieben. Den Bericht zu ihrer Praktikumszeit gibt es hier:

 

Liebe Leserinnen und Leser,

meine zweite Praktikumswoche in der Stadtbibliothek Euskirchen ist jetzt auch schon bald vorbei. Bisher habe ich schon viele Erfahrungen sammeln können und mir ein gutes Bild von dem Beruf in der Bücherei machen können.

Ich kam ohne jede Erwartungen hierher und wollte mich überraschen lassen. Und ich muss sagen:Es ist super. Als ich hier angefangen habe wurde ich erst einmal von einem sehr freundlichen Mitarbeiterteam empfangen, die mich während meiner Zeit super mit in den Dienst integriert haben.

Die Bufdis und die festen Angestellten haben mir alles erklärt und gezeigt und alle meine Fragen mit Begeisterung beantwortet. Alle Aufgaben, die ich erledigen musste, fielen sehr vielseitig aus. Und so bestand meine Arbeit nicht nur darin Bücher einzusortieren und gerade zu rücken. Nein! Denn ich dürfte bei Klassenführungen wie dem Bilderbuchkino oder der Piratenführung dabei sein und helfen, oder auch einzelne Dinge vorbereiten für kommende Veranstaltungen wie für „den Leseheld“, als auch Telefongespräche führen. Außerdem kam ich auch häufig in Kontakt mit den Kunden, indem ich ihnen beim Suchen bestimmter Bücher half, oder ich ihnen Bücher auslieh bzw. zurücknahm.

Abschließend kann ich sagen, dass mir mein Praktikum hier in der Stadtbibliothek Euskirchen sehr gut gefallen hat und ich mir auf jeden Fall vorstellen könnte, einen Beruf wie diesen später mal auszuüben. 

Außerdem möchte ich mich auch nochmals beim ganzen Team der für die äußerst nette Begleitung während meines zweiwöchigen Praktikums bedanken.

 

Liebe Grüße Hannah Scholl

 

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