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Archive for the ‘Rezensionen’ Category

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich muss sagen, ich bin nicht wirklich ein Freund von Glückspiel, da das Risiko Geld zu verlieren oder in eine Sucht abzurutschen, und sich dadurch das Leben zu zerstören, sehr groß ist. Was mit aber nicht bewusst war ist, dass diese Spiele nicht nur das Leben der Spieler ruiniert, sondern auch das Leben der Spielbetreiber gefährdet.

Ein wahres Beispiel ist das Leben der Molly Bloom, einer ehemaligen Ski-Fahrerin, die nach einem schweren Sturz die Karriere wechselte zu einer erfolgreichen Organisatorin für sehr exklusiver Pokerspiele wurde. Basierend auf ihren Memoiren wird Ihre Geschichte in dem Film Molly’s Game geschildert.

Nachdem ein Unfall bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2002 Molly‘s Skikarriere frühzeitig beendet hat, weicht sie von dem Plan ab, den ihr Vater für sie zurechtgelegt hatte, und zieht nach Los Angeles. Dort beginnt sie als Kellnerin zu arbeiten und lernt dadurch Dean Keith kennen, der sie als seine Sekretärin einstellt und sie bald schon in die Welt des Untergrundpokers einführt. Dean betreibt wöchentliche Pokerspiele für reiche und berühmte Herren und beauftragt Molly damit, die Turniere zu organisieren und an den Abenden die Kasse zu verwalten. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihres schnellen Auffassungsvermögens ebenso wie ihrem Charme schafft sie es schnell, sich die Pokerregeln anzueignen und die Spieler von sich zu begeistern. Besonders interessiert ist sie an Spieler X, dem besten Spieler in Dean’s Turnier und einem prominenten Schauspieler. Als Molly aufgrund ihrer Beliebtheit von ihrem Boss gefeuert wird, baut sie sich mit Hilfe von Spieler X, der ihr Potential erkennt, ihr eigenes Turnier auf. Dieses Turnier hat schnell große Bekanntheit und Beliebtheit erreicht, bricht aber aufgrund von Problemen zwischen Molly und Spieler X gänzlich auseinander. Wieder steht Molly scheinbar vor dem Nichts und wieder gibt sie nicht auf. Sie zieht nach New York und baut dort ein neues, unabhängiges und professionelles Turnier auf, dieses erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit, bis Molly sich mit den falschen Leuten einlässt, falsche Entscheidungen trifft und bald wieder vor dem Abgrund steht.

Meine Gedanken zum Film:

Wenn man, wie ich, keinerlei Ahnung vom Poker hat, kann der Film anfänglich etwas verwirrend sein, allerdings habe ich festgestellt, dass man keine Ahnung haben muss, um den Film gespannt zu schauen. Jessica Chastain, die ich zuvor bereits in dem Film Die Erfindung der Wahrheit aus dem Jahr 2017 gesehen habe, schafft es sehr gut starke, aber emotional verschlossene, Frauen zu verkörpern und legt so viel Emotion in ihr Schauspiel, dass man sehr mit dem Charakter mitfühlt. Ich kann den Film allen sehr empfehlen, die sich für Filmbiografien interessieren und einmal hinter die Kulissen exklusiver Pokerspiele schauen möchte.

Die Blu-Ray haben wir natürlich auch für sie in der Bibliothek.

 

Eure Anja Jäger

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin ja immer wieder auf der Suche nach neuer, spannender Lektüre. Als mir vor einigen Tage „Das Heim“ von Mats Strandberg in die Hände fiel staunte ich nicht schlecht, denn auf dem Einband prangte groß und gelb: „Der schwedische Stephen King“.

Bisschen schmal das Buch, für Stephen King, dachte ich. Trotzdem hatte, natürlich, eben dieser gelbe Aufkleber mein Interesse sofort geweckt.

Zum Inhalt:

Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint.

Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst.
Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen.
Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.

Mein Fazit: 

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.Der Alltag im „Nebelfenn“, dem Pflegeheim ist sehr plastisch und ungeschönt beschrieben. Allerdings würde ich nicht behaupten dass der Autor, Mats Strandberg, „der schwedische Stephen King“ ist. Dafür hatte das Buch zu wenig Finesse und war an manchen Stellen einfach zu vorhersehbar. Besonders das Ende fand ich schon sehr flach und durchschaubar.

Trotzdem, klare Lese-Empfehlung!

Bei uns ausleihbar, natürlich.

Beste Grüße

Annika Freitag

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Liebe Leserinnen und Leser,

leider schaffe ich es durch mein Studium manchmal nicht Filme, die ich gerne gucken würde, im Kino zu sehen. Einer der Filme, die mich letztes Jahr interessiert hat ist The Greatest Showman, der am 4. Januar 2018 in die deutschen Kinos kam und dessen Musik mitdem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde.

Der Film erzählt die, an die reale Biografie P.T. Barnums angelehnte, Geschichte eines Träumers und seiner Familie. Nachdem Barnum (Hugh Jackman) gefeuert wird, will er einen Kindheitstraum wahr machen und kauft sich 1841 ein Wachsfigurenkabinett, welches allerdings nur wenig Kundschaft anlockt und es ihm und seiner Frau nicht einfach macht ihre zwei Töchter zu ernähren. Allerdings erkennt eine seiner Töchter das Problem und erklärt ihm, dass einem Wachfigurenkabinett einfach das Leben fehlt. Daher beginnt er besondere Leute der Stadt zu rekrutieren. Bald hat er eine bunte Gruppe von Menschen zusammen, die aufgrund von Besonderheiten wie Kleinwüchsigkeit oder Übergewicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Meine Gedanken zu dem Film:

Dass die Musik des Filmes großartig sein würde, wusste ich schon bevor ich ihn mir überhaupt ausgeliehen und angesehen hatte. Die Komponisten sind dieselben, die bereits mit der Musik im Film La La Landgroße Erfolge erzielt haben und diesen Erfolg haben sie mit The Greatest Showman wiederholt. Leider konnte mich die wunderschöne Musik aber nicht von fehlenden Charakterentwicklung und der Oberflächlichkeit der Geschichte ablenken.

Wer von Ihnen sich selbst ein Bild machen möchte kann sich den Film gerne bei uns in der Bibliothek ausleihen.

Eure Anja Jäger

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Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich euch den aktuellen Thriller von Bernhard Aichner vorstellen. Manch einer von euch kennt Bernhard Aichner vielleicht von seiner Triologie „Totenfrau“, die ich persönlich noch nicht gelesen haben. Noch nicht.

Denn sein neuer Thriller „Bösland“ war so packend und spannend das ich ihn in 3 Tagen durchgelesen habe. Und ich bin eher die Schnecke mit Rollator unter den Lesern.

Aber erst mal zum Inhalt: 

Der 10 jährige Ben wächst in einer morbiden und von Misshandlungen geprägten Familie auf. Seine wegsehende Mutter wird nur von seinem alkoholkranken und prügelndem Vater übertroffen. Der Dachboden, das Bösland, der Familie wird zum Schauplatz der Grausamkeit. Wenn sein Vater ihn nicht gerade prügelt oder misshandelt, quälen Ben und sein bester Freund Felix Kux hier Tiere, trinken Bier und halten alles auf einer alten Kamera fest. Eines Tages wird im Bösland ein Mädchen brutal tot geprügelt… Ein Junge wird verhaftet, landet in der Psychiatrie. Doch 30 Jahre später beginnt er erneut zu morden…

Mein Fazit:

Die ersten 100 Seiten von „Bösland“ habe ich quasi mit offenem Mund gelesen. Der arme Ben so bitterböse wird ihm mitgespielt. Ein kleiner Junge, der nach und nach selbst eigenartig wird, weil ihm zu viel zugestoßen ist. Später macht die Geschichte dann eine radikale Wendung durch. Am Anfang dieser Wendung ist mir zunächst nicht klar, ob es tatsächlich real ist oder Ben begonnen hat zu halluzinieren. Darauf möchte ich aber jetzt nicht näher eingehen. (Spoileralarm)

Zwischendurch hat es mir etwas an Tiefe gefehlt. Warum werden all diese Morde begannen? Was bewegt den Mörder? Irgendwie ist er einfach nur böse und das war’s.

Bernhard Aichner spielt mit seinem Schreibstil gekonnt mit Dialogen und Erzählungen. Jederzeit verständlich, jederzeit interessant geschrieben.

Lediglich das Ende der Geschichte war mir ein wenig zu flach. Ich hatte das Gefühl der Autor hat plötzlich keine Lust mehr und möchte das Buch schnell zum Abschluss bringen. Ich hatte mir vom Ende mehr erhofft. Einen großen Knall mit Aha-Effekt, vielleicht.

Dennoch: Absolute, 100% Lese-Empfehlung!

Ausleihbar bei uns, natürlich.

Beste Grüße

Annika Freitag

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß ja nicht ob ihr Gamer seid, ich jedenfalls bekenne mich in diesem Fall schuldig. Daher dachte ich, ich lasse euch an meiner Zockerei teilhaben, ’n bisschen. 😉

lch hab nämlich Assassins Creed gespielt. Das Neue. Odyssey.

Assassins Creed ist ja irgendwie so eine Sache für sich. Als das Erste heraus kam dachte ich: „Hallöchen, das sieht aber jut aus.“.

Beim nächsten Teil dachte ich schon: „Na ja, ist ja irgendwie fast das gleiche.“

Und plötzlich kamen so viele Assassins Creed-Teil raus, die habe ich gar nicht mehr alle gespielt. Seid Veröffentlichung des ersten Assassins hat Ubisoft echt jedes Jahr einen neuen Teil rausgehauen. Boring.

Immer nur schleichen, und meucheln, dann schleichen und meucheln, zwischendurch desynchronisieren, dann noch eine Runde klettern.

Bei Odyssey war ich dementsprechend voreingenommen. Abeerrrrr…. mein lieber Schwan! Das macht echt Laune.

So isses:

Man startet als Alexios (oder Kassandra) ins antike Griechenland. Jetzt ist der spielbare Charakter auch kein Assassine mehr sondern ein Söldner(in). Statt um Rache geht es in dieser Story um ein verflochtenes Familiendrama. Neben der Hauptstory gibt es wieder zahlreiche Nebenquests. Außerdem lässt sich in Mini-Schlachten auf den Verlauf des Peloponnesischen Krieges Einfluss nehmen. Hierbei bleibt es einem selbst überlassen ob man lieber Sparta ( AhuAhu!) oder Athen unterstützt.

Das hat genervt:

Eigentlich wollten alle NPCs die ich angetroffen habe nur das eine von mir: Bring wen für mich um. OK, man spielt einen Söldner, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre schon schön gewesen. Die Dialoge die man mit denen hat sind auch irgendwie panne und immer gleich:

NPC: „Kannst du meine Schwester umbringen? Sie ist eine Verräterin.

Alexios: „Ja ne…Moment mal. Warum? Und überhaupt, ist doch deine Schwester?“

NPC: „Du kriegst alle Drachmen die ich habe!“

Alexios: „Okidoki, die Alte ist sowas von Tod.“

Und Kopfgeldjäger. Diese Kopfgeldjäger. Die laufen auf der Map rum und sobald sie einen entdecken ist man quasi schon halb desynchronisiert. Meistens schleppen die auch noch irgendeinen Vierbeiner mit sich rum, der einen auch angreift. Warum sind die so stark?

Mein Fazit: 

Das lohnt sich, aber sowas von! Auch wenn ich mich paar mal geärgert habe, wenn ich abgemurkst wurde, ist das eine wirklich runde Sache. Die Grafik ist top. Man kann sich auf der riesigen Map super hochleveln und ewige Stunde im antiken Griechenland rum- reiten, klettern, rennen, und spazieren.

Wer jetzt Lust auf Odyssey hat, kann es sich bei uns gerne ausleihen. 😉

Beste Grüße

Annika Freitag

 

 

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

bald ist es soweit: In dreieinhalb Wochen ist bereits Heiligabend! Eigentlich höchste Zeit, ein weihnachtliches Buch zu lesen, findet Ihr nicht?

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Da ich aber gut verstehen kann, wenn einem angesichts der Reizüberflutung in den Geschäften die Adventsstimmung schon im Vorfeld vergeht, habe ich mit „David und der Weihnachtskarpfen“ von Jan Procházka ein Weihnachtsbuch für Euch rausgesucht, das ganz ohne Rentiere, Männer mit weißem Rauschebart oder Wichteln auskommt: Stattdessen nur einen Jungen, dessen Vater und… einen Karpfen.

Der ist nämlich als Feiertagsessen für die Familie gedacht und wartet, in der Badewanne schwimmend, auf sein trauriges Ende. David jedoch kann sich mit dem Gedanken, dass der Fisch auf dem Teller landet, mit jedem Tag weniger anfreunden. Deshalb beschließt er, alles daran zu setzen, den Karpfen zu retten – zum Missfallen seiner Eltern, die der Fisch viel Geld gekostet hat und die sich eigentlich schon auf das Festmahl freuen…

Ohne zu viel vom Ende vorwegnehmen zu wollen, ist es eine wirklich schöne, herzerwärmende Geschichte, die eben nicht mit den Klischee-Elementen einer Adventsgeschichte aufwarten muss, um den wahren Geist von Weihnachten zu verbreiten.

Wer also auf der Suche nach einer Weihnachtsgeschichte der anderen Art ist, dem kann ich Procházkas Buch wärmstens ans Herz legen, egal ob jung, ob alt, ob Karpfenesser oder nicht 🙂

Und auch wenn es schon mehr als 40 Jahre alt ist, ist das Buch meiner Meinung nach ideal, um mit dem Jahr 2018 abzuschließen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

In diesem Sinne schon mal von meiner Seite schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund und lest uns auch im nächsten Jahr weiter – das würde mich freuen 🙂

Viele (vor-)weihnachtliche Grüße,

Eure Lisa Häßy

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Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal liege ich abends in meinem Bett und denke: „Jetzt würde ich eigentlich gerne noch etwas lesen.“ Kein interessantes Buch steht mir aber zur Seite.

Ich habe auch keinen E-Reader. Mist.

Doch, Tada!, da viel mir ein ich habe ein Smartphone und bin in der Onleihe angemeldet. Schnell hatte ich das passende gefunden:  „Der Fluch“ von Stephen King, oder eher gesagt von „Richard Bachmann“ (der alte Schlawiner hat ja mal unter falschem Namen geschrieben, oder schöner gesagt unter einem Pseudonym.)

„Der Fluch“ von 1986. Kannte ich nicht. Umso schöner für euch, denn jetzt kann ich euch darüber berichten.

Der Fluch von Stephen King

Cover: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Fluch/Stephen-King/Heyne/e366279.rhd

Zum Inhalt: 

Der Anwalt Billy Halleck ist übergewichtig. Nein, er ist nicht nur übergewichtig, er ist richtig fett. An einem schlüsselhaften Tag überfährt er, zusammen mit seiner Frau Heidi, eine alte Zigeunerin. Die alte Frau stirbt. Trotzdem wird er vom Richter frei gesprochen. Doch der Vater der Toten belegt ihn mit einem Fluch…„Dünner“ flüstert er ihm, auf den Stufen zum Gerichtsgebäude, zu. Und das Schicksal nimmt seinen grauenhaften Verlauf…“

Der Film:

Ja, das Buch ist verfilmt worden. Allerdings wohl nicht sehr erfolgreich. Es gibt ja richtig viele, miese King-Verfilmungen, wenn wir mal der Wahrheit die Ehre geben wollen. Aber diese ist wohl besonders mies. Habe ich jedenfalls gelesen. Regisseur Tom Holland (mancher kennt ihn von „Chucky – die Mörderpuppe“) hat sich scheinbar nicht mit Ruhm bekleckert.

Mein Fazit:

Old, but Gold!

Was soll ich sagen? Stephen King kann es einfach: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Hätte es mir die Zeit erlaubt, hätte ich das Buch in einem Zug durchgelesen. Es ist nicht übermäßig gruselig aber sehr fesselnd. Man möchte einfach erfahren wie es weitergeht.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Der Fluch“ oder andere spannende Bücher von Stephen King und zahlreichen anderen Autoren, werft mal einen Blick in die Onleihe. Es lohnt sich!

Beste Grüße

Annika Freitag

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