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Archive for the ‘Aus dem Alltag einer unerschrockenen Bibliothekmitarbeiterin’ Category

Liebe Leserinnen und Leser,

auf meinem heutigen Streifzug durch das Neuheiten- Regal im Erdgeschoss der Bibliothek, fiel mein Blick auf folgendes Sachbuch:

„ Schreiben Sie mir, oder ich sterbe“.

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Beim genaueren hinschauen verstand ich, es ging um Liebesbriefe berühmter Persönlichkeiten. Bereits toter, berühmter Persönlichkeiten.

Mir stellte sich nun die Frage:

Ist der Liebesbrief in unserer heutigen digitalen Welt bereits ausgestorben?

Hier eine What’s App- Nachricht, da eine E-Mail und dort ein „gefällt mir“. Für viele von uns läuft der Kontakt zu anderen Menschen hauptsächlich über unsere Smartphones ab.

Zu Papier und Stift greifen wir gar nicht mehr und erst recht nicht, um unseren Liebsten unsere innigsten Gefühle zu offenbaren. Mit dem Smartphone geht es viel schneller von der Hand und ohne viel Schnickschnack.

Heute sagt ein Emoji mehr als tausend Worte.

Aber wie oft tippen wir, nebenbei, ohne Nachzudenken, viel zu hastig, Gedanken und Emotionen ein? Wann haben wir das letzte Mal bewusst eine Nachricht verfasst im Stil eines Liebesbriefes? Richtig, ist es verdammt lang her, zumindest bei mir.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der klassische, handgeschriebene, Liebesbrief vom Aussterben bedroht ist. Aber Liebesbriefe wird es immer geben, davon bin ich überzeugt. Nur werden sie von nun an digital versendet.

Inspiriert von diesem Buch, habe ich nun selbst einen E-Mail- Liebesbrief verfasst, als mein persönliches Statement. Manchmal bedarf es doch der (tausend) Worte.

Dieses sehr zu empfehlende Sachbuch: „Schreiben Sie mir, oder ich sterbe: Liebesbriefe berühmter Frauen und Männer“, hrsg. von Petra Müller und Rainer Wieland, steht seit heute bei unseren Sachbuch-Neuheiten zu Ausleihe bereit.

Schaut dort mal vorbei, es lohnt sich!

Eure inspiriert dichtende

Carmela Rizzuto

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Liebe Leserinnen und Leser,

aller Anfang ist schwer! Insbesondere in einem fremden Land, mit fremder Kultur und fremder Sprache.

Umso schöner, dass letzte Woche 10 Schüler der Integrationsklasse Internationalen Vorbereitungsklasse der Gesamtschule Euskirchen eine Stippvisite in unserer Bibliothek gemacht haben.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 10 – 13 Jahren kommen u.a. aus Albanien, Syrien und Polen.

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Bild: afreitag

Es ist eine Herausforderung gewesen, die Jugendlichen an das Thema Bibliothek heranzuführen. Denn 10 Kinder aus 8 Ländern, die weder englisch noch so richtig deutsch sprechen, werden auch von Bibliotheksbürokratie wenig verstehen. Den wichtigsten Umstand hatten jedoch alle schnell begriffen: Bei uns kann man nichts kaufen 😉

Nach anfänglicher Schüchternheit tauten die Jugendlichen langsam auf. Besonderes Highlight waren die Musik-CDs und die XBox. Weit gereist oder nicht, Jugendliche scheinen da (fast) alle gleich zu sein.

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Bild: afreitag

Für die Jugendlichen war es wichtig, die Bibliothek als Aufenthaltsort kennen zu lernen. Als Ort an dem man sich trifft, liest, Musik hört und einfach seine Freizeit verbringt.

Viele Grüße

Annika Freitag

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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich an Heavy Metal denke, fällt mir zuerst AC/DC ein.

Ihr wisst schon… „Thunderstruck, yeah yeah, yeah, Thunderstruck…“ 😉

Ich vermute, im Musik- und Filmgeschäft ist es immer schwer etwas neues zu kreieren. Deswegen staunte ich nicht schlecht, als ich von einer A-cappella-Heavy-Metal-Band erfuhr.

Die Band besteht aus fünf Sängern und einem Schlagzeuger. Abgesehen von dem Schlagzeug verzichtet die Band auf jedes weitere Instrument und imitiert diese über den Gesang.

Bei den harten Bässen und heftigen Gitarrenriffs konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie die Musiker das über ihre Stimme nachahmen wollen.

Neugierig geworden, zog ich YouTube mal zu Rate und schaute mir ein paar Videos zum Thema an.

Und ich muss sagen, dass klingt teilweise gar nicht schlecht 🙂 Aber es ist natürlich auch ein bisschen lustig und ungewohnt, wenn jemand mit der Stimme eine Gitarre imitiert.

Da heute die Bibliothek geschlossen ist und ihr euch erst morgen wieder kräftig CDs ausleihen könnt, wollte ich euch dieses musikalische Schmankerl nicht vorenthalten:

Einen schönen Mittwoch wünscht euch

Annika Freitag

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

wie ihr vielleicht bemerkt habt befinden wir uns, hier in der Bibliothek, zur Zeit in einer Veranstaltungsreihe: TOMMI-Kindersoftwarepreis. (So erklärt sich übrigens auch die zeitweise Verwahrlosung unseres Blogs, t’schuldigung es ist reichlich zutun)

Jedenfalls wurde mir als überaus unerschrockene, aber auch spieleversierte Bibliotheksmitarbeiterin u.a. die Aufgabe zu teil, die Kinder an dieser medienpädagogischen Veranstaltung zu betreuen.

Bei einem theoretischen Teil der Veranstaltung, spreche ich mit den Kinder, die zwischen 8-12 Jahren sind, über Spiele, über die USK und auch über Ängste bei audiovisuellen Medien. Wie bei allen Dingen im Leben ist das Maß wichtig, man sollte nichts übertreiben.

Blauäugig wie ich war dachte ich unsere wohlbehüteten Kinderlein kennen diese extremen Games, die berechtigterweise nur Erwachsene in die Finger kriegen sollten, nicht. Aber weit gefehlt.

Until Dawn

Screenshot aus „Until Dawn“- Ein Spiel das den Kindern wohl bekannt ist – Bild by http://www.gamepro.de/index.cfm?pid=1922&pk=48722&fk=95475&i=1

Die lieben Kleinen kennen, fast ausnahmslos, jedes noch so gruselige, gewaltverherrlichende, sexistische Spiel, dass es zur Zeit auf dem Markt gibt.

Ich war entsetzt.

Aber jetzt kommt der Trost: Sie kennen es, aber sie fürchten sich davor und lassen die Finger davon. In der Regel ist es der ältere Bruder/Cousin/Kumpel der solche Spiele besitzt. Das Interesse „mal zu gucken“ ist groß, aber selbst spielen oder besitzen ist dann doch zu heikel. Ein Glück 😉

Viele Grüße bestellt euch

Annika Freitag

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

jeder Bibliothekskunde bekommt von uns einen Bibliotheksausweis.

Manche, meistens Kinder, finden das klasse. Für die kleineren Kunden ist das natürlich eine hochoffizielle Karte, mit der nur sie selbst Bücher ausleihen dürfen. Oder Verlängern können. Und das sogar selbstständig an diesen Automaten! Wahnsinn!

Doch wie gewonnen so zerronnen, kaum hat der Nachwuchs die Karte freudestrahlend in der Hand, wird sie von Mutter oder Vater wieder einkassiert. „Das verwahre ich lieber für dich, bevor du sie verbummelst“ heißt es dann.

Die Eltern sind meistens weniger begeistert über die Bibliothekskarte. Abgesehen davon, dass sie bestimmt bereits ihre eigene mit sich rumtragen, haben sie wahrscheinlich auch noch allerhand Karten von anderen Institutionen.

Krankenkarte, Bankkarte, Rabattkarte, Führerschein, Personalausweis, usw. usw.

Diese Liste kann endlos lang werden. Und wenn man eine dieser Karten dann wirklich mal braucht, heißt es suchen: „Dieses Fach im Portemonnaie? Oder Moment, war die nicht hinter dem Führerschein…? Zwischen den Scheinen vielleicht! – ne doch nicht…Mensch, wo habe ich die denn hin gepackt?“

Bis man dann endlich festgestellt hat, dass grade diese eine Karte doch Zuhause auf dem Küchentisch liegt, hat sich meistens schon eine lange Schlange hinter einem gebildet.

Diese Flut an Plastikkarten ist also für Viele ein Graus.

Aber unsere Bibliothekskarte ist anders, ein bisschen netter irgendwie und man kann damit auch allerhand anfangen.

Man könnte sie zum Beispiel verlieren. Das wäre erst Mal wieder ärgerlich. Aber da gibt’s ja noch uns, deswegen lässt man sie einfach wieder duplizieren.

Ich hab‘ auch schon kleine Jungs gesehen die konnten sich mit der Karte rasieren. Nicht so richtig echt, aber im Spiel klappte das gut. Eine saubere Rasur und manchmal ’ne neue Bartfrisur.

Man kann sich mit der Karte auch was markieren. Legt sie z.B. zwischen zwei Seiten, dessen Nummerierung möchte man wahrscheinlich im Kopf behalten. Fast wie ein Lesezeichen.

Zu guter Letzt kann man die Karte auch verzieren! Blümchen, Herzchen, Wölkchen…

… und die Sonne natürlich. Bei einem gewissen künstlerischen Talent würde man sich dann nicht mal blamieren.

Ausweis

Und wie steht ihr jetzt zu dieser Plastikkarte? 🙂

Viele Grüße

Annika Freitag

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

wie sagt man immer: Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Aber ich sage euch: Deutsche Sprache, schöne Sprache.

Auf fast keiner anderen Sprache dieser Welt kann man Dinge, die man sagen möchte, so subtil umschmeicheln wie auf deutsch.

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by Christian Schnettelker CC BY https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Das beste Beispiel dafür sind Arbeitszeugnisse. Sie sind immer wohl gemeint formuliert und enthalten zwischen den Zeilen unterschwellige Botschaften.

„Der Mitarbeiter war zu den Kollegen sehr kontaktfreudig, insbesondere zu den weiblichen.“ Klingt im ersten Moment ganz gut, soll aber heißen: (mehr …)

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Liebe Leserinnen und Leser,

lesen ist langweilig.

Kaum zu glauben, aber dass höre ich in meinem Bekanntenkreis relativ häufig. Vor allem von den männlichen Bekannten. So wurde ich vor kurzem doch tatsächlich als „Bücherwurm“ bezeichnet.

„Bücherwurm“… das brachte mich zum nachdenken. Wenn man es genau nimmt, bin ich das wohl wirklich. Denn ich schalte nach wie vor lieber den Fernseher aus und vertiefe mich in mein Buch. Umso dicker, je besser und umso länger habe ich Freude damit.

Ich bin also bekennender „Bücherwurm“. 🙂

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By Intellectual Bookworm (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

Aber Leute, seien wir doch mal ehrlich: kein Film auf der Welt kann uns so fesseln und so viele Emotionen in uns auslösen, wie eine Geschichte, in die wir uns vertiefen.

Geschichten, die uns so ängstigen, (mehr …)

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