Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Bufdi’ Category

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche geht mein Jahr als Bundesfreiwillige in der Stadtbibliothek zu Ende, das – wie ich finde -sehr schnell vergangen ist. Es war ein spannendes Jahr, in dem ich viele neue Leute kennengelernt habe und viel über die Arbeit in der Stadtbibliothek erfahren durfte.

Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs nur vage Vorstellungen davon, welche Aufgaben mich während des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) erwarten würden und es hat mich überrascht, wie vielseitig die Arbeit in einer Bibliothek ist. Es hat mir gut gefallen, dass neben der Bestandspflege und dem Einarbeiten von Medien auch Kundenberatung und viel Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit dazu gehören.

So konnte ich bei der Organisation vieler Events mithelfen, wie der Nacht der Bibliotheken, dem Sommerleseclub oder auch den Game-Days, an denen wir gemeinsam mit Kindern neue Konsolenspiele getestet und rezensiert haben. Besonders Spaß gemacht hat mir die Durchführung des TOMMI Kindersoftwarepreises, bei dem Kinder in der Bibliothek Spiele testen und bewerten konnten, die anschließend auf der Frankfurter Buchmesse prämiert wurden.

Meine Arbeit war oft abwechslungsreich und so gehörte neben der Veranstaltungsarbeit zum Beispiel auch das Einarbeiten und Reparieren von Büchern zu meinen Aufgaben; außerdem das Zusammenstellen von Themenkisten für Schulen, das Einstellen von Büchern und anderen Medien oder auch das Gestalten von Flyern.

Ein weiterer Teil des BFDs waren gemeinsame Seminare mit anderen Bundesfreiwilligen, bei denen wir uns untereinander austauschen konnten. Diese waren zu sehr unterschiedlichen Themen. Besonders gefallen haben mir ein Microsoft Office Kurs, ein Seminar zum Thema Gedächtnistraining, ein Ausflug zum WDR und Bogenschießen in der Erftaue.

Beim Bogenschießen in den Erftauen schulen die Bfdl’er ihre Sinne

 

Insgesamt war es ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Jahr, in dem ich nicht nur viel über die Arbeit mit Medien, sondern auch über mich selbst gelernt habe. Ich kann den BFD jedem weiterempfehlen, der sich engagieren will und nach der Schule noch nicht genau weiß, was er beruflich machen möchte. Der BFD in der Bibliothek bietet eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren und erste Erfahrungen in der Büroarbeit und im Umgang mit Kunden zu sammeln.

Ich möchte mich beim Team der Stadtbibliothek für die schöne Zeit bedanken und wünsche alles Gute für die Zukunft.

Viele Grüße

Eva

Advertisements

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

schon seit dem 01.09.2016 bin ich hier in der Stadtbibliothek als Bundesfreiwillige tätig und nun neigt sich meine Zeit hier dem Ende zu.

Nachdem ich im vergangenen Jahr mein Abitur abgeschlossen hatte, war ich noch ziemlich unentschlossen, wo meine Reise hingehen sollte. Da ich selber eine leidenschaftliche Leserin bin und schon von klein auf die Stadtbibliothek besucht habe, wollte ich erfahren, was so alles im Hintergrund einer Bibliothek abläuft.

Bild.Blog

Jenni © privat

 

Bestimmt habt ihr mich schon öfters durch die Bibliothek laufen sehen, beim Einstellen der Medien oder an der Infotheke. Aber was genau macht man so als Bundesfreiwillige in der Stadtbibliothek?

Ob Bücher stempeln, Bücher foliieren oder Bücher mit den Rückenschildern bekleben: All das gehört zu den Aufgaben eines „ BUFDIs“ in der Stadtbibliothek. Aber nicht nur das. Das morgendliche Einstellen und Aufräumen der Bibliothek gehört auch dazu, genau wie das Leeren des Rückgabekastens, Botengänge, die Verteilung der Post, Lieferkontrollen oder das Reparieren von Büchern. Außerdem hatten wir die Möglichkeit den Game-Day zu organisieren und selbstständig durchzuführen, was mir besonders Spaß gemacht hat.

Auch bei den Klassenführungen haben wir unsere Kolleginnen stets unterstützt, zum Beispiel um den Kindern bestimmte Bücher rauszusuchen oder Medien, die nicht ausgeliehen wurden, zurückzustellen. Mir gefällt besonders gut, dass die Grundschulen dieses Angebot der Stadtbibliothek nutzen und die Schulklassen regelmäßig in die Bibliothek kommen um Bücher auszuleihen.

Da ich es besonders wichtig finde, dass Lesen weiter gefördert wird, ist es mir eine Herzensangelegenheit geworden, mich auch nach meinem Jahr hier in der Bibliothek weiter dafür einzusetzen, dass Kinder in Kontakt mit Büchern kommen und vielleicht eine Liebe für sie entwickeln.

Wie für viele andere auch ist mir die Entscheidung zunächst nicht leicht gefallen, wohin meine Reise beruflich gehen sollte. Man hat viele Überlegungen, aber war sich nicht sicher, ob es wirklich zu einem passt. Da ich mir aber stets gewünscht habe, einmal mit Kindern zu arbeiten oder irgendwas „Pädagogisches“ zu studieren, schlich sich mir immer wieder der Gedanke ins Gedächtnis, Grundschullehramt zu studieren. So bietet sich mir die Möglichkeit meine Leidenschaft fürs Lesen und allgemein für Bücher auch mit dem späteren Beruf zu verbinden.

Gerade die Arbeit hier in der Bibliothek hat mir letztendlich bei dieser Entscheidung geholfen. Man hat viel über sich selbst gelernt und konnte viele Erfahrungen mitnehmen. Besonders danke ich auch dem Team dafür, dass sie uns so lieb aufgenommen haben und immer ein offenes Ohr für uns hatten.

Es war eine sehr schöne Zeit, die ich jedem empfehlen kann, der sich für Medien und Bücher interessiert und mehr über das Bibliothekswesen herausfinden möchte. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Liebe Grüße,

Jenni

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

wie feiern Sie in den 1. Mai? Es gibt kaum ein anderes Ereignis mit so vielen unterschiedlichen Traditionen. Am bekanntesten ist wahrscheinlich das Aufstellen von Maibäumen. Doch woher bekommt man einen passenden Baum? Es soll in der Nacht auf den 1. Mai schon aus manchem Vorgarten eine Birke verschwunden und mit bunten Bändern geschmückt ein paar Häuser weiter wieder aufgetaucht sein. Wer sich den darauffolgenden Ärger mit den Nachbarn ersparen will, kann seinen Maibaum auch beim Förster bestellen oder sich im Rheinland sogar vom Maibaum-Taxi an die gewünschte Adresse liefern lassen.

3428378377_401cd0855e_z

Bild by: Awaya Legends CC-BY SA

An vielen Orten, wie zum Beispiel am Niederrhein, ist es üblich den Maibaum nicht nur vor der Haustür der Angebeteten aufzustellen, sondern gleich auf dem Dach oder im Schornstein zu befestigen. Aber Achtung, bei Familien mit mehreren Töchtern soll das schon dazu geführt haben, dass der Schornstein wegen der Last der Bäume abgebrochen ist. Auf der anderen Seite soll es auch schon zu heftigem Streit unter Töchtern gekommen sein, wenn nur ein einziger Maibaum im Schornstein steckt, und unklar war, für wen der nun sei. Und was tun, wenn die Liebste im sechsten Stock wohnt?

Wer diesen Gefahren entgehen will, kann seiner Angebeteten, wie im Rheinland üblich, auch ein Maiherz schenken und mit ihr zum Tanz in den Mai gehen. Im Dürener Raum gibt es den ungewöhnlichen Brauch der „Maibrautversteigerung“, bei der junge Mädchen ab 16 Jahren unter den Junggesellen des Dorfes versteigert werden, um diese zu Tanz und Festen zu begleiten. Oft gehen aus dieser Versteigerung auch Maikönig und Maikönigin hervor.

Wem auch das zu turbulent ist, der kann auf dem Dorfplatz feiern. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn in manchen Regionen, wie in Bayern, kann es vorkommen, dass der Maibaum aus dem Nachbarort entführt und erst gegen Lösegeld in Form von Bier wieder herausgerückt wird.

Welche Traditionen kennen Sie noch?

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Mai.

Eva (BFDlerin)

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Kreisstadt Euskirchen bietet 51 Plätze an 31 Einsatzstellen im Bundesfreiwilligendienst an. Freiwillige jeden Alters – nach Erfüllung der Schulpflicht – können in Stadtmuseum und Stadtbibliothek im Kulturhof, im Stadtarchiv, in der Marienschule, im Emil-Fischer-Gymnasium, in der Gesamtschule, in der Paul-Gerhardt und in der Hermann-Josef-Schule für einen befristeten Zeitraum eingesetzt werden. Plätze gibt es auch in allen städtischen Kindertagesstätten, in der Landschaftspflege im Stadtbetrieb Technische Dienste oder in der Erftaue sowie in der Seniorenarbeit oder in der Flüchtlingshilfe.

Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene ist der Bundesfreiwilligendienst zur beruflichen Orientierung und zur Überbrückung bis zum Beginn der Ausbildung interessant. bufdis

Von unseren Bundesfreiwilligen, Eva Gerhards und Jenni Gawlik, müssen wir uns leider diesen Sommer verabschieden.

Aber das gibt euch die Möglichkeit euch für einen tollen und abwechslungsreichen Einsatzort zu bewerben!

Wir suchen für dieses Jahr noch 2 engagierte junge Menschen, die sich gemeinsam mit dem Team der Stadtbibliothek in die Welt der Medien stürzen!

„Man hat viel Neues kennengelernt, das man nicht erwartet hätte.“

-Jenni

 

„Die Veranstaltungsarbeit hat mir am besten gefallen!“

-Eva

Detaillierte Infos zu den Einsatzstellen bei der Kreisstadt Euskirchen sind unter http://www.euskirchen.de/bfd zu finden. Außerdem hält die Kreisstadt Euskirchen eine Informationsbroschüre über alle städtischen Einsatzstellen für Ehrenamtliche bereit. Auskünfte erteilt die Stabsstelle Demographie (Tel. 02251/14-324 und -597, E-Mail: bbrieden@euskirchen.de). Häufig gestellte Fragen zu den Bundesfreiwilligendiensten werden auch auf den Seiten des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben unter www.bundesfreiwilligendienst.de beantwortet.

Viele Grüße

Annika Freitag

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

seit Anfang September bin ich hier als Praktikantin in der Stadtbibliothek Euskirchen, um für mein Studium der Bibliothekswissenschaften mein 4-monatiges Praxissemester durchzuführen. Jetzt neigt sich diese Zeit dem Ende zu.

dsc05652

Da ich 2013/2014 bereits ein Jahr lang als Bundesfreiwillige hier gearbeitet und auch vorher schon die Bibliothek öfter als Nutzer besucht habe, war mir das Bibliotheksteam bereits bekannt. So wurde ich direkt zu Beginn freundlich begrüßt und ins Team aufgenommen. Auch mit den neueren Kollegen verstand ich mich auf Anhieb recht gut.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit waren die alltäglichen Bibliotheksaufgaben bereits kein Problem mehr für mich, da mir vieles aus meinem Bundesfreiwilligendienst noch im Gedächtnis geblieben war.

Ende September fand dann auch schon die erste Veranstaltung während meiner Praxisphasenzeit statt: der TOMMI-Kindersoftwarepreis. Die Arbeit mit den Kindern war zwar hin und wieder ein bisschen anstrengend, doch machte sie auch viel Spaß.

Eine zentrale Aufgabe in meinem Praxissemester sollte die Arbeit an einem eigenen Projekt sein. Ich entschied mich schließlich eine Veranstaltung für Kinder und Erwachsene in Verbindung mit Spielen durchzuführen. Aus dieser Idee entwickelte ich die „Game-Rallye für Jung und Alt“, die am 26. November hier in der Bibliothek stattfand.

dsc05318

Bild: „Game Rally für jung und alt“

Die Planung und Strukturierung dieses Projekts verlief überwiegend gut, war aber auch zwischendurch etwas mühselig. Die Arbeit hat sich am Ende aber definitiv gelohnt. Alle Plätze für die Veranstaltung waren belegt und die Familien-Teams hatten viel Spaß an dem Tag. Ich freue mich sehr über die positive Resonanz der Teilnehmer und bin zufrieden über die gelungene Veranstaltung.

Unter den zahlreichen Aufgaben, die ich in meiner Praxisphase gemacht habe, haben mir fast alle gleich viel Spaß gemacht. Eine der schönsten Aufgaben war für mich die Arbeit an der Auskunftstheke, da man dort auf viele unterschiedliche Menschen trifft. Generell hat mir auch gut gefallen, dass ich immer wieder neue Aufgaben bekommen habe und die Arbeit in der Bibliothek sehr abwechslungsreich ist.
Eine Aufgabe, die mir etwas weniger Spaß gemacht hat, war das Aufräumen der Bibliothek, weil mir das viel zu monoton ist. Es ist aber auf jeden Fall einmal die Woche notwendig weil die zahlreichen kleinen und großen Gäste der Bibliothek hin und wieder etwas Chaos veranstalten. 😉

Im Großen und Ganzen hat mir die Zeit hier in der Stadtbibliothek Euskirchen wirklich gut gefallen und ich bin schon etwas traurig, dass mein Praxissemester jetzt schon zu Ende ist.

 

Viele Grüße

Michelle Wagner (Studentin in der Praxisphase)

 

Read Full Post »

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Vor kurzem fand die jährliche Dankeschön-Fahrt für das ehrenamtliche Engagement der Mentoren, Lesehelfer, Vorlesepaten und Förderverein-Mitglieder der Stadtbibliothek Euskirchen statt.

Dieses Mal ging die Fahrt nach Düsseldorf ins Heinrich Heine Museum.

Auf der Hinfahrt gab uns Frau Dr. Neft, Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbibliothek,  einen kurzen Einblick über das Leben des Dichters. Zum Beispiel wurde Heine unter dem Vornamen Harry geboren, außerdem ist sein Geburtsjahr umstritten ist, da er selber stets ungenaue Angaben darüber gab. Er behauptete einmal sogar scherzhaft in der Neujahrsnacht 1800 als „erster Mann des neuen Jahrhunderts“ geboren zu sein.

Während der Führung merkten wir auch, dass der Dichter viel Humor hatte. Dies zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass er den Vornamen seiner damaligen Frau Augustine Crescence Mirat in Mathilde änderte, da er nicht wusste wie man ihren Vornamen Crescence richtig aussprechen sollte.

hhmath

Mathilde Heine – Heinrich Heines französische Gemahlin

Seinen Humor brachte er auch in seinen Texten zum Ausdruck. Seine Ablehnung zu der damaligen Zensur zeigte er beispielsweise in seinem Buch „Ideen. Das Buch Le Grand“ so:

 

„Die deutschen Zensoren – – – – – – – – — – – Dummköpfe – – – – – – – – – – – – –“.

Lustigerweise gelang es ihm das Buch so zu veröffentlichen, obwohl er die Zensoren darin parodierte.

Wie man sehen kann verband er Humor außerdem mit Kritik.

In seiner Verserzählung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ verknüpfte er einen unterhaltsamen Reisebericht mit Kritik an den Zuständen in seiner Heimat. Dies führte dazu, dass nicht einmal seine Heimatstadt ihm ein Denkmal errichtete, obwohl Kaiserin Sissi eins stiften wollte. So landete das Denkmal in ihrem Ferienschloss in Korfu und ein weiteres in der New Yorker Bronx.

Es gibt zwar noch viele weitere interessante Fakten über den bekannten Dichter, aber dies sind die Dinge die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Zum krönenden Abschluss besuchten wir ein nahes Café, wo es Kaffee und Kuchen für alle gab. Insgesamt war es ein schöner Ausflug, den jeder sehr genossen hat.

Alle freuen sich schon auf die Fahrt im nächsten Jahr.

Herzliche Grüße,

Jenni, Eva und Michelle

Read Full Post »

Liebe Leserinnen und Leser,

wussten Sie, dass in Euskirchen Menschen aus 115 verschiedenen Nationen leben?

Und weil das so ist, geht es in der neuen Ausstellung des Stadtmuseums Euskirchen um das Thema „Heimat“ und die Frage „Wo bin ich zuhause“. Themen wie Integration, Zugehörigkeit, Identifikation und die Frage, wo die Heimat ist, sind also auch für viele Euskirchener alltägliche Gedanken.

Mit gerade einmal 18 Jahren schrieb Melda Akbaş zu diesem Thema ihr Buch. Es trägt den Titel: „So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock“. Es ist die Geschichte von und über Melda Akbaş, Tochter türkischer Eltern, 1991 in Berlin geboren. Sie schrieb das Buch mitten im Abi-Stress. Zwischen den Unterrichtsstunden setzte sie sich mit diesem Thema und auch mit ihrem Leben auseinander. Nach gerade einmal einem halben Jahr war ihr autobiographisches Buch fertig. Es erzählt über die Schwierigkeit und die Chance zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen. Nicht so recht zu wissen, wo man hingehört und auch den Mut aufzubringen, sich in vielerlei Hinsicht gegen die familiären und religiösen Traditionen zu stellen.

Mittlerweile ist Melda Akbaş 25 und studiert Jura. Ihr Buch nun schon sechs Jahre alt, aber noch von gleicher Aktualität wie damals, als sie es veröffentlicht hat.

 

 

„Fragt mich alles. Tabuthemen gibt es nicht“

Bei der Lesung am Dienstag dem 14.06.2016 im Kulturhof trat die zierliche junge Frau taff und souverän vor zwei Schulklassen der Kaplan-Kellermann-Realschule und der Marienschule.

Ihre erste Ansage an die Schüler: „Fragt mich alles. Tabuthemen gibt es nicht“. Und diese gab es wirklich nicht. Jede Frage die gestellt wurde, wurde auch beantwortet. In den Fragerunden zwischen den einzelnen Lesepassagen entstand so eine lebhafte Diskussion.

Ein Thema das dabei immer wieder aufkam: die Reaktion von Meldas Eltern auf das Buch. Denn diese wussten bis zum Erscheinen des Buches nichts über dessen Inhalt. Die Wahrheiten und Geschichten, die die Autorin offenlegt, waren für ihre Eltern zunächst ein Schock.

Gefragt wurde auch nach dem Grund für den Schulwechsel kurz vorm Abitur, danach wie Melda Akbaş heute – sechs Jahre später – als Studentin in Berlin lebt und auch, ob sie weiter schreiben wird.

Am Ende der Lesung war für alle klar: Melda Akbaş ist eine junge Frau, die sich nichts sagen lässt und selbstbewusst ihren eigenen Weg geht. Das hat die Zuhörerinnen und Zuhörer sehr beeindruckt.

Abends fand eine zusätzliche Veranstaltung für Jugendliche und Erwachsene statt. Beide Lesungen wurden von der Journalistin Claudia Hoffmann mit viel Engagement moderiert.

Inzwischen hat Melda Akbaş ein zweites Buch mit dem Titel „Warum fragt uns denn keiner – Was in der Schule falsch läuft“ geschrieben. Dieses steht ebenso wie der Erstling „So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock“ in der Stadtbibliothek zur Verfügung.

Die Veranstaltungen wurden von Stadtbibliothek und Stadtmuseum in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst Euskirchen und dem Integrationsrat der Stadt Euskirchen gemeinsam organisiert.

Viele Grüße,
Marie Baudis
Bundesfreiwilligendienstlerin des Stadtmuseums

Read Full Post »

Older Posts »